Chinchilla, das nachtaktive Nagetier

Chinchilla, das nachtaktive Nagetier

Vorweg sei schon einmal gesagt, dass ein Chinchilla kein zutrauliches, zahmes Haustier ist. Es ist vielmehr ein Nagetier, das nicht gern hoch genommen wird und über einen ausgeprägten Fluchtinstinkt verfügt. Deswegen ist ein Chinchilla eher für ältere Kinder oder Erwachsene geeignet, denen es Freude macht das Tier zu beobachten. Außerdem ist dieses Haustier nicht gern allein, ideal ist es mehrere Chinchillas in einem großen Gehege zu halten.

Haltung der Chinchillas

Chinchilla im HeuhaufenEin Chinchilla ist auch immer ein Fluchttier und deswegen sehr schreckhaft. Weil die Nager dämmerungs- oder nachtaktiv sind und sich am Tag zum Schlafen zurückziehen, sollte der Käfer zu dieser Zeit in einer ruhigen Ecke oder am besten in einem extra Raum stehen. Denn laute Geräusche erschrecken die kleinen Tiere sehr, was ihnen natürlich auf das Gemüt schlägt. Zum großen Gehege gehört auch immer artgerechtes Einstreu, was es speziell für Chinchillas im Fachhandel gibt. Nicht fehlen darf außerdem ein Sandbad, welches zur Fellpflege und zum Wohlbefinden der Tiere beiträgt. Ein Chinchilla liebt außerdem Heuhaufen, Salat, Kräuter sowie frisches Wasser. Die Nahrung sollte in festen Futternäpfen serviert werden, damit diese nicht umgestoßen werden können.

Abbildung: Der Chinchilla fühlt sich wohl im Heuhaufen. © taden – Istockphoto.com

Was ein Chinchilla nicht mag

Von Obst wird in der Fachliteratur häufig abgeraten, da ein Chinchilla davon schnell Durchfall bekommen kann. Gar nicht geeignet ist außerdem die Haltung im Freien, denn dazu ist es in unseren Breitengraden zu nass und kalt. Besonders die Nässe schadet den kleinen Nagern, denn ihr Fell ist nicht wasserabweisend und saugt sich rasch mit Feuchtigkeit voll. Resultat: das Tier friert und wird krank. Abzuraten ist außerdem von Nüssen, Kernen und den bunten Leckerlis aus dem Zoofachgeschäft, denn all das ist eher ungesund und kann schnell zu Übergewicht führen.

Verhalten

Je nach Gemütsstimmung verständigen sich Chinchillas untereinander mit einem großen Repertoire an Lauten. Neben einfachen Kontakt- und Verständigungslauten gibt ein Chinchilla auch bestimmte Laute bei Zorn, bei Bedrängnis, beim Balzen sowie beim Fressen und Nagen von sich. Ebenso an der Körpersprache erkennt man, ob es dem Nagetier gut geht. Die Tiere drohen sich zum Beispiel untereinander oft mit einem Zähneklappern. Mit leisen, fiependen Laute (ähnlich wie beim Meerschweinchen) reden die Chinchillas im Erwachsenenalter miteinander. Hüpfen und springen im Käfig ist Ausdruck von Freude, während ein Zurückziehen eher ein Zeichen von Angst ist. Weitere Laute und Auslegungen der Körpersprache werden in zahlreichen Ratgebern ausführlich aufgeführt und erläutert.