Frettchen – kleine Kobolde als Haustiere

Frettchen – kleine Kobolde als Haustiere

Frettchen werden als Haustiere immer beliebter, denn sie sind sehr zutrauliche Tiere. Schon zu früheren Zeiten wurden Frettchen domestiziert und als Gehilfe für die Kaninchenjagd oder gegen Ratten eingesetzt. Zwar sollte ein Frettchen immer ein großes Gehege haben (am besten im Freien), trotzdem kann es mit viel Liebe und Pflege so zahm wie ein Hund oder eine Katze werden. Das dem Marder ähnliche Tier ist eigentlich eine Haustierform des Waldiltis, welcher durch jahrhundertelange Züchtung und Zähmung zum heute bekannten Frettchen wurde.

Was ein Frettchen alles braucht

Kleiner Kobold im Laub

Ein großes Gehege ist bei einem Frettchen so wichtig, weil es sich um besonders aktive, neugierige Tiere handelt, die Gegenstände öffnen, herunterwerfen, durchsuchen – diese Eigenart kann und sollte man den Tieren auch nicht abgewöhnen, genauso wie man einer Katze kaum das Schnurren und Kratzen verbieten kann. Wegen ihrer lebendigen Eigenart werden Frettchen oft liebevoll als „kleine Kobolde“ bezeichnet. Frettchen sind außerdem sehr saubere Tiere, die ihr Geschäft immer an einer Ecke des Käfigs verrichten werden. Dort kann dann auch eine kleine Toilette aufgestellt werden. Die Kobolde benötigen außerdem schwere Fressnäpfe, zum Beispiel aus Ton. Leichte Gefäße aus Aluminium wirft das Tier zu schnell um. Weil der Waldiltis in Höhlen lebt und das Frettchen von ihm abstammt, brauchen die Tiere unbedingt eine Schlafkiste als Höhlenersatz. Frettchen sollten niemals alleine, sondern zu zweit gehalten werden.

Abbildung: Die kleinen Jagdtiere spielen auch gern im Laub. ©fotojagodka – Istockphoto.com

Freilauf ist wichtig

Ein Frettchen sollte genügend Freilauf bekommen, dafür sollte man aber die Wohnung vorbereiten, weil die kleinen Kobolde mit ihrer Neugier und Kletterfreude kaum zu halten sind und sich deswegen auch schnell verletzen können. Zudem sollte man aufpassen, was das Frettchen zwischen die Pfoten bekommt, denn Nahrung&Co werden gern in die Schlafkiste verschleppt und ist darunter zum Beispiel etwas aus Plaste, kann das lebensgefährlich für das Tier werden. Trotz ihrer Lebhaftigkeit kann man die kleinen Kobolde an eine Leine gewöhnen, dann sollte man aber im Wald oder an ruhigen Plätzen mit dem Tierchen spazieren gehen.

Ernährung

Ein Frettchen ist ein Jagdtier und deswegen Fleischfresser – es sollte mehrmals am Tag mit nährstoffreichem und leicht verdaulichem Futter versorgt werden. Denn die Tiere haben einen kurzen Magen-Darm-Trakt und die Nahrung hält sich dort nur 3 Stunden auf, weshalb viel bzw. schwere Kost nicht ausreichend verdaut werden könnte. Es gibt für Frettchen ebenso ausgewogenes Fertigfutter mit ausreichend Protein – wie für andere Haustiere auch. Ebenso Vitaminpasten werden von den Kobolden gern genascht.