Hundekrankheiten

Häufige Hundekrankheiten

Der beste Freund des Menschen bleibt leider nicht vor Hundekrankheiten verschont. Um akute Erkrankungen zu vermeiden, sollte man seinen Vierbeiner aufmerksam beobachten. Denn dann kann man feststellen, ob sich das Tier wohl fühlt oder nicht. Dabei gibt es einige Anzeichen, an denen man Hundekrankheiten erkennen kann.

Vierbeiner mit Halstuch

Abbildung: Aufgeweckter Vierbeiner mit Halstuch, Quelle Pixabay

Anzeichen für Hundekrankheiten

Die Hundenase ist sozusagen das Gesundheits-Barometer des Hundes. Fühlt sich das Tier gesund und wohl, hat es eine feuchte und nasse Nase. Ein Anzeichen für Fieber, Magen-Darm-Verstimmungen oder andere Hundekrankheiten, kann zudem mangelnder Appetit sein.

Verschmäht der Hund sein sonst so geliebtes Fressen, sollte man zunächst prüfen, ob mit der Nahrung wirklich alles in Ordnung ist. Denn Futtermilben können sich darin einnisten. Der Hunde erkennt diese Parasiten mit seiner feinen Nase und verzehrt die Kost nicht. Kann man Futtermilben ausschließen, sollte man die Augen des Hundes kontrollieren.

Ein gesunder Hund hat klare, glänzende Augen. Leiden Vierbeiner an Hundekrankheiten kann beispielsweise die Pupille nicht mehr klar erkennbar sein. Bei Diabetes mellitus ist die Linse zumeist getrübt. Andere Hundekrankheiten verursachen einen übermäßigen Tränenfluss, wie beispielsweise Allergien. Anzeichen für Blutungen im Magen-Darm-Trakt kann eine tiefschwarze Farbe des Kots sein.

Der Gesundheitszustand des Hundes

Weiterer Indikator für Hundekrankheiten kann das Fell sein. Unabhängig von Kurz- oder Langhaar-Rasse sollte das Fell glänzend sowie griffig sein und die Haut darunter weich und geschmeidig. Drückt man die Haut zu einer Hautfalte zusammen, sollte sie beim Loslassen sofort in die Originalposition zurückgehen. Ebenso außergewöhnlicher Haarausfall kann auf Hundekrankheiten hindeuten.

Es gibt noch weitere Anzeichen für Hundekrankheiten, die man an Gewicht, Temperatur, Puls, Ohren sowie Zähnen und Zahnfleisch festmachen kann. Eine wöchentliche Prüfung des Gesundheitszustandes anhand bestimmter Indikatoren, kann das frühzeitige Erkennen von Hundekrankheiten ermöglichen. Wird der Hund schnell behandelt, steht einem langen, glücklichen Leben mit dem Vierbeiner kaum etwas im Wege.

Die häufigsten Hundekrankheiten

Einige Hundekrankheiten treten besonders häufig auf, deswegen sollten diese Erkrankungen jedem Hundehalter bekannt sein. Endo- und Ektoparasiten befallen nahezu jeden Hund in seinem Leben. Milben und Zecken, die sich auf der Köreroberfläche befinden, sind so genannte Ektoparasiten. Bei Würmern handelt es sich um Endoparasiten.

Zu den häufigsten Hundekrankheiten gehören außerdem Allergien, ein außergewöhnlich starker Tränenfluss kann ein Anzeichen dafür sein. Hauptsymptom ist jedoch Juckreiz, das Tier kratzt sich sogar Hautstellen blutig. Deswegen sollte man eine Allergie schnell vom Tierarzt behandeln lassen, damit keine schwerwiegende Infektion durch die Wunden in den Körper des Vierbeiners gelangen kann. Inhaltsstoffe in der Hundenahrung oder Hunde-Shampoos können Allergien auslösen.

Otitis, Hüftgelenksdisplasie und Viruserkrankungen

Zu den bekanntesten Hundekrankheiten zählt sicherlich die Otitis. Diese Entzündung des Ohrs kann in Außen-, Mittel-und Innenohr auftreten. Bakterien, Pilze oder Parasiten sind für die Otitis verantwortlich. Besonders oft kommt diese Erkrankung bei Hunden mit großen, hängenden Ohren vor (v. a. bei Spanielrassen). Symptome sind das ständige Kratzen am Ohr, Kopfschütteln, ein strenger Geruch sowie eitriges Sekret.

Otitis zählt zu den unangenehmsten Hundekrankheiten, weil sie sogar chronisch werden kann. Große und schwere Hunderassen haben dagegen oft mit einer Hüftgelenksdisplasie zu kämpfen. Dabei springt der Hüftgelenkskopf aus der Gelenkpfanne und kann dabei zerstört werden, eine Operation sowie eine Prothese können notwendig werden. Solche erblich bedingten Hundekrankheiten können durch eine verantwortungsvolle Zucht verhindert bzw. ihre Verbreitung eingeschränkt werden, indem belastete Tiere und Linien ausgeschlossen werden.

Welpen erkranken schnell an Hundekrankheiten, vor allem am Parvovirus, denn ihr Immunsystem entwickelt sich noch. Der Parvovirus nistet sich im Darm des Welpens ein. Der Hund dehydriert und erbricht, bis er völlig kraftlos ist. Deswegen sollte man Hunde gegen diese Krankheit impfen. Hundegelbsucht, Leishmaniose oder Diabetes sind außerdem häufige Hundekrankheiten.

Im Zweifelsfall sollte stets ein Tierarzt aufgesucht werden.