Haustiere aus dem Tierheim

Haustiere aus dem Tierheim

Verschiedene Hunderassen beim Spaziergang Leider sind viele Tierheime überfüllt, weil sich einige Menschen unüberlegt ein Haustier anschaffen. Macht das Tier Probleme oder nimmt zu viel Zeit in Anspruch, wird es oft gewissenlos in ein Tierheim abgegeben. Erfreulich ist es, wenn sich deswegen Tierhalter bewusst für Hund oder Katze aus dem Tierheim entscheiden. Jedoch gibt es in dieser Hinsicht einiges zu beachten.

Abbildung: Im Tierheim gibt es verschiedene Hunderassen, die man ausführen kann.

Erfahrung mit Tieren

Besonders wenn es ein Hund aus dem Tierheim sein soll, ist es wichtig Erfahrung und Geduld mitzubringen. Denn das schwere Schicksal, was viele Tiere erlebt haben, hat sie geprägt und Verlustängste oder Aggressionen können auftreten. Wer sich bereits mit der Erziehung des Vierbeiners auskennt, kann eventuell auftretende Probleme bereits im Frühstadium erkennen. Natürlich gibt es Hunde und Katzen aus dem Tierheim, die ausgeglichen und aufgeschlossen sind, aber genauso wie nicht jeder Mensch einen Schicksalsschlag problemlos verkraften kann, so verhält es sich bei Tieren auch. Am besten man ist also auf Anfangsprobleme vorbereitet und umso besser ist es, wenn dann doch keine auftreten.

Längere Eingewöhnungsphase

Für die Eingewöhnung eines Haustiers aus dem Tierheim sollte man sich zudem viel Zeit nehmen, denn wenn das Tier von Herrchen oder Frauchen verlassen wurde, ist es oft ängstlich und braucht viel Zeit, um wieder Vertrauen zu fassen. Es empfiehlt sich das Haustier mehrmals im Tierheim besuchen zu gehen und einen Hund z. B. öfter auszuführen, um langsam eine Vertrauensbasis aufzubauen. Außerdem merkt man dann schnell, ob das Tier zu einem selbst und den eigenen Lebensgewohnheiten passen könnte. Ebenso empfiehlt es sich das Tier in dieser Phase genau zu beobachten und verschiedene Situationen (z. B. Kontakt mit Kindern, lauten Geräuschen usw.) zu testen, um herauszufinden bei was dem Tier vielleicht noch die nötige Sicherheit fehlt.
Mensch und Hund beim Spaziergang im Flussbett
Abbildung: Mensch und Hund können eine starke Bindung zueinander aufbauen.

Tierschutz

Übrigens unterstützen es viele Tierschutzorganisationen ein Tier aus dem Tierheim zu holen, weil viele Jungtiere bzw. Welpen aus quälenden, unverantwortlichen Massenzuchten stammen. Tatsächlich ist das ein großes Problem, besonders bei s. g. „Moderassen“ wie es zum Beispiel gerade die Französische Bulldogge ist. Möchte man sich also gegen ein Tierheim und für eine bestimmte Rasse entscheiden, sollte man hier im Sinne des Tierschutzes Massenzuchten sowie dubiose Händler vermeiden. Zuchtausweis, Ahnentafel und ein transparentes Verkaufsgespräch gehören zu einem seriösen Züchter dazu. Denn wenn man sich ein Jungtier aus einer verantwortungslosen Zucht holt, kann dieses bereits negativ geprägt sein und sich zu einem Problemtier entwickeln, was im schlimmsten Fall im Tierheim handelt.

Notfallstationen mit Massenzucht

Nicht nur bei Züchtern ist Vorsicht geboten, sondern ebenso Notfallstationen können unseriös sein. Das erkennt man oft daran, dass sie mit einer großen Anzahl bestimmter Rassentiere aufwarten. Dahinter steckt der Versuch Mitleid zu erregen und damit Tiere besser verkaufen zu können.